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Jun 2010
Die Ozonschicht umgibt unsere Erde in etwa 14 bis 35 Kilometer Höhe und schützt Mensch und Umwelt vor ultravioletter Strahlung der Sonne. Das Ozon mindert die Intensität der ultravioletten Strahlung, welche die Erdoberfläche erreicht, ohne dessen Schutz kein höheres Leben auf der Erde möglich wäre. Dieser natürliche Schutzschild ist vergleichsweise dünn, und wir haben ihm in den letzten 30 Jahren sehr viel Schaden zugefügt. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die Ozonschicht immer größeren Schaden durch chemische Substanzen, die von Menschen in der Umwelt freigesetzt werden, nimmt. Diese stören nachhaltig das empfindliche Gleichgewicht unserer Atmosphäre.
Bereits 1974 warnten die Forscher Mario J. Molina und Frank Scherwood Rowland vor den Folgen von Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) für die Ozonschicht. Bestätigt wurde deren Warnung Ende der 70er Jahre. Zu dieser Zeit begann die Wissenschaft das stetige Sinken der Ozonwerte über der Antarktis zu untersuchen. Hier tauchte der Begriff Ozonloch zum ersten Mal auf. 1992 wurde auch über der Nordhalbkugel, in der Arktis während dem Frühjahr, das Entstehen eines Ozonlochs beobachtet. 1995 bekamen die beiden Forscher zusammen mit Paul J. Crutzen hierfür den Nobelpreis für Chemie.
Zwar gibt es auch natürliche Quellen, die schädigend für die Ozonschicht sind, wie etwa Vulkanausbrüche, doch nach aktuellem Forschungsstand ist das Entstehen des Ozonlochs durch die von Menschen in die Atmosphäre gebrachten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) bedingt.
Lange Zeit wurden große Mengen FCKW als Kühlmittel in Kühlschränken, als Treibgas in Spraydosen und zum Aufschäumen von Schaumstoff genutzt, da es für den Menschen nicht giftig ist. Seine schädigenden Auswirkungen sind erst seit den letzten Jahren zu spüren.
1989 trat das Montreal Abkommen, ein völkerrechtlicher Vertrag des Umweltrechts, in Kraft. Die unterzeichnenden Staaten verpflichteten sich darin „geeignete Maßnahmen zu treffen, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor schädlichen Auswirkungen zu schützen, die durch menschliche Tätigkeiten, welche die Ozonschicht verändern, wahrscheinlich verändern, verursacht werden oder wahrscheinlich verursacht werden“ (Präambel). Hiermit ging auch ein schrittweises Verbot der Herstellung, Produktion und Verwendung von FCKW einher. In Deutschland wurde dies 1991 auf nationaler Ebene konkretisiert, in der „FCKW-Halon-Verbotsverordnung“. Dies ist eine bundesrechtliche Verordnung von Ozonschichtabbauenden Halogenkohlenwasserstoffen. Am 1. Dezember 2006 wurde diese von der Chemikalien-Ozonschichtverordnung abgelöst. Zwar waren dies alles wichtige Schritte zum Schutze der Ozonschicht, jedoch werden diese Stoffe in der Atmosphäre nur schwer abgebaut und verbleiben dort je nach Stoff 45 bis 180 Jahre.
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Jun 2010
Am 22. April 2010 präsentierten beim 9. Heidelberger Innovationsforum 25 neu gegründete Unternehmen ihre Geschäftsideen für nachhaltige, saubere und ökologische Produkte und Technologien den angereisten Wirtschaftsexperten, Investoren und Pressevertretern. Bei der Darstellung in der Villa Bosch konnten die Cleantech-Teams ihre Entwürfe vorstellen und für finanzielle Unterstützung werben. Die zweiten 3 Unternehmen und ihre innovativen Ideen präsentieren wir hier.
Helianth Systems Ltd.
Christiane Schütze von Helianth Systems Ltd. aus London überzeugte bei der Skype-Präsentation die anwesenden Investoren mit einer preiswerten aber effizienten und sauberen Möglichkeit. So kann Wasser mit Hilfe von Solar in kleinen Haushalten erhitzt werden. Schütze verblüffte damit, lediglich nur 150.000 Euro zu benötigen, um einen Prototyp fertig stellen zu können. Aber dieser kleine Betrag scheint eher etwas für einen Business Angel zu sein und geringer für eine VC-Firma.
VIAK GmbH Dept. Revosol
In den vergangenen Jahren hat sich REVOSOL, in Person von Rüdiger Meyer, mit der thermischen Energiespeicherung mit Hilfe von Petroleum beschäftigt. Die Wirkung: Durch eine Kombination aus Petroleum und Graphit-Schichten konnte die Speicherkapazität um 50 Prozent vergrößert werden. Das aus Kirchlinteln stammende Unternehmen hat ein Patent auf die eigene Erfindung angemeldet.
h-tec Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH
Das Unternehmen, welches seit Jahren Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie für Schulen und Universitäten vertreibt, will eine besonders kostensparende PEM-Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Deswegen sucht Uwe Küter aus Lübeck mit seiner Firma h-tec Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH rund 1,8 Millionen Euro “Venture Capital”.
Die komplette Serie:
Heidelberger Innovationsforum – Teil 1
Heidelberger Innovationsforum – Teil 3
Heidelberger Innovationsforum – Teil 4
Heidelberger Innovationsforum – Teil 5
Heidelberger Innovationsforum – Teil 6
Heidelberger Innovationsforum – Teil 7
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Jun 2010
Energie und Strom bieten viel mehr, als diese beiden Begriffe. Was dazu gehört, welche Begriffe und Inhalte Stromsparer und energiebewusste Menschen interessieren können, sammeln wir in unserem GrünHaus-Energiesparlexikon.
Wenn Sie Ideen haben, Begriffe erklärt haben möchten oder finden das ein bestimmter Inhalt wissenswert ist, dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag. Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar, um den wir das Energiesparlexikon ergänzen können.
W Wasserkraft
18
Jun 2010
GrünHausStrom besteht derzeit zu 100% aus Wasserkraft, welche Fachterminologisch auch Hydroenergie genannt wird. Die Grundlage für Wasserkraft bilden der natürliche Wasserkreislauf und die drei Faktoren Verdunstung, Niederschlag und Wasserablauf.
70 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Jeden Tag verdampft durch die Energie der Sonne Wasser in die Atmosphäre. Aus den sich daraus bildenden Wolken fällt das Wasser wieder zurück und in unsere Flüsse, welche dabei Turbinen antreiben, die über Generatoren Strom erzeugen. Die nutzbare Energiemenge ist dabei abhängig von der herab fallenden Wassermenge und der Fallhöhe: Je größer Wassermenge und Fallhöhe, umso größer die nutzbare Energiemenge.
Heute ist die Wasserkraft eine ausgereifte Technologie. Doch schon im europäischen Mittelalter wurde Wasserkraft für den Antrieb von Säge- und Papierwerken genutzt, und bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird mit Hilfe von Wasserkraft Strom erzeugt. Im Jahr 2009 erzeugten rund 7500 Wasserkraftanlagen in Deutschland 19. Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht 3,3% des gesamten deutschen Stromverbrauchs und einem Bedarf von 4,7 Millionen Haushalten.
Die Vorteile von Wasserkraft sind nicht von der Hand zu weisen: Wasserenergie hat eine hohe Wirkungskraft, verbraucht keine natürlichen Ressourcen und besitzt die Fähigkeit, Energie fast verlustfrei zu speichern. Das macht sie jederzeit verfügbar. Damit gehört Wasserkraft zu den bedeutendsten regenerativen Energiequellen.
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