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Okt 2010
Greenpeace-Aktivisten sorgen seit Jahren dafür, dass Umweltsünden und Verstöße gegen die internationalen Artenschutzabkommen ans Tageslicht kommen und die Weltöffentlichkeit von Dingen unterrichtet wird, die nach dem Willen der Urheber lieber im Verborgenen stattfinden sollten.

Der Walfang ist seit Jahren international geächtet und nominell verboten, aber nach wie vor dürfen einige Nationen aus traditionellen Gründen (und unter strengen Auflagen) den Riesen der Meere nachstellen. Für besonders negative Schlagzeilen sorgt insbesondere immer wieder das japanische Beharren auf das vermeintliche Recht zum Walfang.
An Bord des Greenpeace-Schiffes „Esperanza“ machen sich 37 Aktivisten von Greenpeace auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren. Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten, angeblich aus wissenschaftlichen Gründen. In Wirklichkeit sind die Wale jedoch für heimische Restaurants bestimmt. Mit Schlauchbooten wollen sich die Aktivisten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen.
Unter den Wagemutigen sind die verschiedensten Charaktere. Ein Sunnyboy aus Florida, der Funker stammt aus Panama, eine schwedische IT-Fachfrau, ein Japaner ist auch mit an Bord. Der Kapitän des Schiffes trägt die größte Verantwortung, denn er muss die „Esperanza“ durch das stürmische Südpolarmeer bringen und die japanischen Fangschiffe finden, denn die Japaner versuchen jedem Kontakt mit dem Greenpeace-Schiff aus dem Weg zu gehen.
„Jagdzeit“ ist eine beeindruckende Doku, die zeigt, warum Menschen endlose Strapazen auf sich nehmen und ihr Leben riskieren, um für ihre Ideale einzutreten. Die Kamera ist immer nah dran am Geschehen und so bekommt man Einblicke in einen ungleichen Kampf, die einem sonst verwehrt sind. Der Film zeigt viel mehr, als jeder kurze Nachrichtenspot es zu zeigen vermag.