Für eine Welt ohne Atomstrom

19
Apr 2011

Auf in eine klimafreundliche Gartensaison

Energiespartipp, Klimaschutz, Öko-Tipp

Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen und Alleen voll blühender Bäume und Sträucher. Der Frühling hat begonnen und der Sommer klopft bereits an die Tür. Zeit, seinen Garten auf Vordermann zu bringen – für Poolpartys, gemütliche Grillabende oder ein ausgiebiges Sonnenbad. Wie Sie auch im heimischen Garten etwas zum Umweltschutz beitragen können, verraten wir Ihnen.

Fangen wir an bei den Blumenbeeten. Im Herbst und Winter eher trostlos, ist der Frühling genau die richtige Zeit, sich der kahlen Erde zu widmen. Das muss jedoch nicht immer im Sinne der Bepflanzung mit Blumen sein. Auch Obst und Gemüse lassen sich oftmals mit wenigen Mitteln auf einfache Weise selber anbauen, und das nicht nur im Frühjahr. Sie tun nicht nur Ihren Geschmacksnerven einen Gefallen, sondern auch der Umwelt. Durch die entfallenden Transportwege sparen Sie CO2.

Wenn Sie bei der Bepflanzung sind sollten Sie auch unbedingt darauf achten, keine torfhaltige Gartenerde zu verwenden, welche in erster Linie in Baumärkten zu bekommen ist. Der Torf stammt überwiegend aus Mooren, welche oft tausende Jahre alt sind. Beim Trockenlegen dieser Moore entstehen jedoch Treibhausgase. Zudem wird den dort lebenden Tieren und Pflanzen der Lebensraum genommen. Daher sollten Sie entweder auf torffreie Erde zurückgreifen oder Kompost verwenden. Letzterer dient zudem noch als guter Dünger.
Haben Sie ausreichend Platz, sollte auch die Überlegung mit einbezogen werden, Bäume zu pflanzen. Die spenden nicht nur Schatten, sondern binden außerdem Treibhausgase und halten die Luft sauber und klar.

Bei der Bewässerung des Gartens können Sie ebenfalls Ressourcen schonen, wenn Sie auf Regenwasser zurückgreifen. In Regentonnen oder Zisternen aufgefangenes Wasser lässt sich nicht nur für den Garten nutzen, sondern ebenso für Waschmaschinen oder Toilettenspülungen. Möchten Sie eine solche Regenwassernutzungsanlage verwenden, muss jedoch eine Abwassergebühr bezahlt werden – es sei denn, Sie können nachweisen, dass das Wasser nur für den Garten genutzt wird.

Bei der weiteren Pflege Ihres Gartens kann weiterhin auf unnötige elektrische Geräte verzichtet werden. Dies fängt bereits bei dem Rasenmäher an. Eine Fläche von max. 200 m2 sollte problemlos mit dem Handrasenmäher zu kürzen sein. Mechanische Geräte schonen nicht nur die Umwelt, sondern sind zudem noch gut für die Fitness. Benutzen Sie zum Beispiel Harke statt Laubsauger, und Hackbeil statt Häcksler, tun Sie Ihrem Körper gleich noch etwas Gutes.

Auch bei der Pflasterung und der Möblierung Ihres Gartenparadieses lässt sich CO2 sparen. Hierfür reicht es, auf die Herkunft ihrer Steinbeläge oder Möbel zu achten und lange Transportwege zu vermeiden. Oftmals finden sich bereits im nahe gelegenen Steinbruch schöne und hochwertige Produkte.

Elektrische Energie lässt sich zudem bei der Beleuchtung sparen, wenn Sie Solarenergie benutzen. Dies fängt schon bei Ihrem Teich an. Hier können Sie Ihre Wasserspeier oder Springbrunnen mit Solarkraft betreiben. Aber auch die Beleuchtung – und zwar nicht nur die des Teiches – kann mit Hilfe von Solarzellen geschehen. Solarleuchten laden sich tagsüber auf und haben bis zu 12 Stunden Leuchtkraft. Mit Insel-Solaranlagen können Sie außerdem Kühlschrank, Radio oder TV mit Energie versorgen.

Auch Ihr Gartenhaus lässt sich mit Hilfe von Solarenergie belüften und heizen. Hierfür kann ein solarer Luftkollektor verwendet werden. Der aus Solarzellen gewonnene Strom treibt hier einen Ventilator an, der die Außenluft erwärmt und ins Gebäude abgibt. Dies geschieht voll automatisch und ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Haus nicht ständig besetzt ist. Die Aufwärmphasen werden kürzer und abgestandene Luft und Modergeruch sind kein Problem mehr.

Mit diesen wenigen Hilfsmitteln gehen Sie nicht nur klimafreundlich in die neue Gartensaison, sondern sparen auf lange Sicht eine Menge Geld.

Einen Kommentar verfassen