20
Dez 2011
Wenn es draußen so richtig kalt ist, dann gibt es doch nichts Besseres als drinnen am Kamin zu sitzen, oder? Aber wer von uns hat schon einen Kamin zu Hause? Eine gute und verhältnismäßig leicht einbaubare Alternative sind Kamin- oder Pelletöfen. Anders als ein Kamin müssen sie nicht gemauert werden sondern können ganz einfach vom Fachmann an einen vorhandenen Kaminschacht angeschlossen werden.
Gute Gründe für einen Kamin- oder Pelletofen
Ein guter Ofen macht viele Jahre Freude und ist so gut wie wartungsfrei. Er schafft ein angenehmes Raumklima und kann, die richtige Auswahl und den richtigen Einsatz vorausgesetzt, sogar als günstige Alternative zu Öl-, Elektro- und Gasheizung eingesetzt werden. weiterlesen »
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Jul 2011
Es soll vorkommen, dass der Klimaschutz auch hin und wieder etwas seltsame Blüten treibt. So fordert der Brite Robert Vale in seinem neuen Buch „Time to Eat the Dog?“ mehr oder weniger ernst gemeint dazu auf, sein Haustier aus Umweltschutzgründen zu verspeisen. Interessante These oder herzloser Klimafanatismus.
Ökologischer Fußabdruck entlarvt Hund als Klimaschädling
In seinem Buch beschäftigt sich Vale mit der Frage, welche schädlichen Auswirkungen unsere Alltagsentscheidungen auf das Klima haben. Bei seiner Recherche scheint er dabei auf den Hund gekommen zu sein. Der Vergleich des ökologischen Fußabdrucks zeigt, dass ein Hund sogar größere Umweltschäden anrichten kann als so manches Auto. Im Buch wird hierzu die Landfläche errechnet, die für die Herstellung des Hundefutters benötigt wird, und mit dem gebrauchten Land verglichen, dass für die Erzeugung der Energie nötig ist, um ein Auto anzutreiben. Ergebnis des Vergleichs ist, dass beispielsweise ein Cockerspaniel doppelt so viel Land braucht wie ein Toyota Land Cruiser und sogar mehr als ein Mensch aus einem Entwicklungsland. Vales Schlussfolgerung: Zeit den Hund als Klimaschädling zu eliminieren und aufzuessen!
Im Ernst jetzt?
Sollen wir nun also auf unser liebstes Haustier verzichten? Kein knuddeln und kuscheln mit dem süßen Vierbeiner mehr? Der Hund ist nur ein Beispiel von vielen, anhand derer Vales die oft ungeahnten Auswirkungen unserer alltäglichen Entscheidungen auf die Umwelt aufzeigt. Jedoch ist es wohl das Exempel, dass für die meiste Aufmerksamkeit sorgt. Und das dürfte dem Autor – und auch allen anderen, denen die Natur am Herzen liegt – sehr recht sein. „Wir wollen provozieren, damit die Leute sich bewusster werden, was ihr Tun anrichten kann.“ An sich eher kein verwerfliches Anliegen. Denn vielen Klimasünden im Alltag sind wir uns schlichtweg nicht bewusst. Aber deshalb gleich den Hund essen?
Was denkt ihr? Darf man im Zeichen des Umweltschutzes zu solch drastischen Aufrufen greifen oder haltet ihr Hunde-Menüs im Interesse des Klimaschutzes für etwas zu übertrieben?
Buch:
“Time to Eat the Dog? The Real Guide to Sustainable Living” (Thames & Hudson, 384 S., 16,98 Euro)
28
Mrz 2011
Der Mensch basiert auf der Erhaltung seiner Gesundheit. Sie ist das, was uns gegeben wurde, damit wir funktionieren, und sie ist letztlich das, was wir am meisten umsorgen sollten. Noch mehr als unsere Liebschaften, noch mehr als Vorlieben und Hobbies. Der Mensch ist aber auch ein Wesen, das sich durch einen gesunden Appetit auszeichnet, das wählerisch in Bezug auf seine Nahrung ist, selektiert und sagt, was er oder sie nicht möchte. So besteht für diejenigen, die begriffen haben, dass ihr Körper und ihre Gesundheit zu wahren sind indem sie auf ihre Ernährung achten, eine gesunde Ernährungsvariante – Bio-Lebensmittel liefern hierfür die Grundlage.
Im Zuge der 60er- und 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts ist es zu einer wahren Naturkostbewegung auf deutschem Boden gekommen. Anfang der Siebziger wurden in Berlin, Münster und Hamburg erste Naturkostläden eröffnet, Ende der Siebziger waren es schon deren einhundert in Deutschland. Mitte der Achtziger gab es bereits gut 2000 Produzenten von Bio-Lebensmitteln, die Tendenz stieg und steigt weiter. Dank einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2007 sind Produkte, die wirklich ökologisch produziert worden sind, nun auch als solche gekennzeichnet. Die EU hat also dem Missbrauch des Wortes „Bio“ entgegengewirkt und so gewisse Richtlinien vorgegeben. So müssen Produkte, die heute als Bio-Produkte ausgewiesen sind, genmanipulationsfrei und ohne Einsatz von Pestiziden, Abwasserschlamm oder Kunstdünger angebaut sein. Tiere, deren Produkte angeboten werden, dürfen nicht mit Antibiotika oder speziellen Wachstumshormonen behandelt worden sein und auch die Lebensmittelzusatzstoffe müssen sich in Grenzen halten. Klar, dass Bio-Lebensmittel so weniger gesundheitsgefährdende Pestizidrückstände und Schadstoffe aufweisen und damit unserer Gesundheit etwas Gutes tun.
25
Mrz 2011
In Zeiten, in denen die unterschiedlichsten chemisch geschaffenen Textilien den Markt erklimmen, scheint der Bedarf an einem wirklichen Naturprodukt aus dem Begehren der Menschen nach etwas, das nicht dem Labor entstammt oder durch dieses beeinflusst wurde, emporzuspringen. Doch, und dem sollte man sich bewusst sein, nur weil auf einem Produkt steht, dass es zu 100% aus Wolle besteht, heißt das nicht einmal im entferntesten Sinne, es sei ein hochqualitatives Naturprodukt. Entscheidend für die natürliche Qualität ist vielmehr die Herkunft und spätere Behandlung der Wolle.
So beginnt die Produktion der Biowolle schon bei der Haltung der Produktlieferanten, der Schafe. Organisch gedüngte Naturweiden und keinerlei Verwendung von Antibiotika sind das A und O für natürliche Wolle. Zudem sollte eine gewisse schadstofffreie Nachbehandlung der Wolle gegeben sein, denn häufig sind es Chemikalien, die sich als Rückstände auf der Kleidung feststellen lassen und Hautreizungen auslösen können. Demnach darf die Rohwolle nur mit milden und vor allem biologisch abbaubaren Substanzen gewaschen werden, damit sie das Prädikat Biowolle erhält. So bleibt Lanolin, das natürliche Wollfett, bestehen. Abschließend wird bei der Färbung darauf geachtet, dass nur Pflanzenfarben verwendet werden. Insektizide, wie sie bei der herkömmlichen Wolle zur Verhinderung von Mottenbefall gespritzt werden, dürfen bei Biowolle selbstverständlich nicht genutzt werden.
28
Feb 2011
Bei vielen Menschen haben Naturfarben einen schlechten Stand. Nicht unbedingt, weil ein schlechter Ruf ihnen vorauseilt, sondern weil einige Bedenken bei ihrer Nutzung mit einhergehen. Viele Menschen gehen von einer komplizierten Handhabung aus und vermuten matte Töne, die an die Farbenpracht jener Wandfarben, welche für uns als herkömmlich gelten, nicht herankommen. Doch hier liegt gleich ein doppelter Irrtum vor. Erstens haben die Naturstoffe wie Lehmfarben eine viel ältere Historie und wurden schon zu Germanenzeiten genutzt und zweitens ist der einzige Aspekt, der sie von den chemischen Varianten unterscheidet, derjenige, dass sie ökologisch unbedenklich sind.
Lehmfarben beispielsweise werden genauso aufgetragen wie die „herkömmlichen“ Varianten und verfügen über eine gigantische Farbsättigung. Sie sind einfach zu verarbeiten, beliebig lange lagerungsfähig, abriebbeständig, diffusionsoffen und nahezu ohne Zusatz von Konservierungsstoffen. Außerdem lassen sie sich auf allen Untergründen auftragen, einzig zu beachten ist, dass diese sauber und trocken sein sollten. Auch Kalkfarben sind eine tolle ökologische Variante, auch wenn sie nicht immer zur absoluten Farbenpracht realisierbar sind. Besonders für Feuchträume geeignet, ist das Gemisch aus Kalk und Wasser sehr diffusionsoffen und zudem äußerst wischbeständig.
Silikatfarben zählen zu den beständigsten Naturfarben und können deshalb sowohl im Innen- als auch im Außenbereich genutzt werden. Dank des Hauptbestandteils Kaliwasserglas und dessen Verkieselung beim Trocknungsprozess ist die Silikatfarbe extrem widerstandsfähig und verfügt über eine hohe Festigkeit. Ebenfalls sehr beständig ist Kaseinfarbe, die bereits vor tausenden Jahren bei der Höhlenmalerei genutzt wurde. Mithilfe von Borsalzen oder Kalk, die zugesetzt werden, erreicht man neben einem wischfesten und diffusionsoffenen Stoff, der sich zum Beispiel auf Rauhfasertapete eignet, auch einen starken Schutz vor Bakterien- bzw. Pilzbefall.
Noch flexibler und von daher zurzeit am meisten verwendet wird die Naturharz-Dispersionsfarbe. Sie ist wasch- und wischfest und kann auf allen Untergründen, selbst zum Überstreichen von Altanstrichen, genutzt werden. Anders als bei Kunstharz-Dispersionsfarben, deren chemisch bedingte Negativaspekte in den Vordergrund treten, beschränkt man bei der Naturharzvariante den Zusatz auf unbedenkliche Borsalze und natürliche Öle.
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Okt 2010
Greenpeace-Aktivisten sorgen seit Jahren dafür, dass Umweltsünden und Verstöße gegen die internationalen Artenschutzabkommen ans Tageslicht kommen und die Weltöffentlichkeit von Dingen unterrichtet wird, die nach dem Willen der Urheber lieber im Verborgenen stattfinden sollten.

Der Walfang ist seit Jahren international geächtet und nominell verboten, aber nach wie vor dürfen einige Nationen aus traditionellen Gründen (und unter strengen Auflagen) den Riesen der Meere nachstellen. Für besonders negative Schlagzeilen sorgt insbesondere immer wieder das japanische Beharren auf das vermeintliche Recht zum Walfang.
An Bord des Greenpeace-Schiffes „Esperanza“ machen sich 37 Aktivisten von Greenpeace auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren. Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten, angeblich aus wissenschaftlichen Gründen. In Wirklichkeit sind die Wale jedoch für heimische Restaurants bestimmt. Mit Schlauchbooten wollen sich die Aktivisten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen.
Unter den Wagemutigen sind die verschiedensten Charaktere. Ein Sunnyboy aus Florida, der Funker stammt aus Panama, eine schwedische IT-Fachfrau, ein Japaner ist auch mit an Bord. Der Kapitän des Schiffes trägt die größte Verantwortung, denn er muss die „Esperanza“ durch das stürmische Südpolarmeer bringen und die japanischen Fangschiffe finden, denn die Japaner versuchen jedem Kontakt mit dem Greenpeace-Schiff aus dem Weg zu gehen.
„Jagdzeit“ ist eine beeindruckende Doku, die zeigt, warum Menschen endlose Strapazen auf sich nehmen und ihr Leben riskieren, um für ihre Ideale einzutreten. Die Kamera ist immer nah dran am Geschehen und so bekommt man Einblicke in einen ungleichen Kampf, die einem sonst verwehrt sind. Der Film zeigt viel mehr, als jeder kurze Nachrichtenspot es zu zeigen vermag.
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