27
Okt 2010
Jeder, der sich bewusst mit sich und seiner Umwelt auseinandersetzt, weiß, wie wichtig eine gesunde und vollwertige Ernährung ist. Das Vertrauen in unsere Lebensmittel ist durch viele Skandale erschüttert und einer der Auswege ist das Umschwenken auf ökologische Lebensmittel. Die Dokumentation „Du bist, was du isst“ beschäftigt sich mit den Fragen der modernen Ernährung und zeigt, was daraus alles resultiert. Dabei geht der Film weit über die herkömmlichen Muster hinaus und eröffnet dem Zuschauer einen großartigen Blick hinter die Kulissen der Ernährungsindustrie und des Gesundheitsgeschäfts. Der Film setzt nicht auf visuelle Schockeffekte über Lebensmittelskandale, sondern geht viel tiefer.
Die verschiedensten Experten kommen zu Wort und zeigen eine Unmenge an Fakten darüber, wie die Pharmaindustrie sich in unser aller Leben hineingeschlichen hat. Der Film zeigt, dass es neben immer neuen Medikamenten auch einen einfacheren Weg gibt, um wieder gesund zu werden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Ernährung.
Die Experten stammen allesamt aus Amerika und sind im Originalton zu hören, eine deutsche Kommentatorenstimme übersetzt ihre Aussagen. Die Mischung funktioniert bestens, da einige der Experten über einen großen Esprit verfügen und vor Energie sprudeln. Ihre Botschaft ist relativ simpel und verlangt keinerlei großes Faktenwissen vom Zuschauer, denn es ist mehr als einleuchtend, dass eine richtige Ernährung nicht nur vor Krankheiten schützt, sondern die auch heilen kann.
„Du bist, was du isst“ könnte der erste Schritt in ein neues und bewussteres Leben werden. Alles, was man dafür tun muss, erfährt man in dem Film. Und selbst wenn man nicht vor hat, seine Gewohnheiten zu verändern, unterhält die Dokumentation vortrefflich.
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Okt 2010
Auf unserer Reise durch die Welt der biologisch erzeugten Genussmittel sind wir nun beim liebsten Getränk der Deutschen angekommen: dem Kaffee. Zwar sind wir beim Verbrauch nicht in der Spitzengruppe – uneinholbare Weltmeister im Kaffeekonsum sind die Finnen – aber der deutsche Kaffeeverbrauch rangiert immer noch weit vor Bier, dem statistisch gesehen zweitliebsten Getränk der Deutschen.
Der industrielle und extensive Kaffeeanbau ist zu einem immer größeren Umweltproblem geworden, da zur Ertragssteigerung immer neue Bäume gerodet werden und der enorme Wasserverbrauch der Kaffeeplantagen zur Verödung ganzer Landstriche führt. Der Einsatz von Pestiziden im konventionellen Kaffeeanbau tut sein Übriges, um die Umwelt zu schädigen.
Biologisch produzierter Kaffee verzichtet hingegen auf den Einsatz von Düngemitteln und ist dem Erhalt der Umwelt verpflichtet. Gleichzeitig sind biologische Kaffeeproduzenten auch meistens im Fairtrade-Verbund integriert, der dafür sorgt, dass die Kaffeebauern in menschenwürdigen Verhältnissen leben und ihre Anbaugebiete nachhaltig bewirtschaften können.
Geschmacklich ist ökologischer Kaffee meist kräftiger als konventionell produzierter. Aber vielleicht sorgt das gute Gefühl, das man beim Biokaffee empfindet, für einen höheren Genuss. Denn mit jeder Tasse Ökokaffee nutzt man sich selbst und der Umwelt enorm. Um die geschmackliche Probe aufs Exempel zu unternehmen, muss man auch nicht in den Bioladen gehen, denn jede Supermarktkette (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) bietet inzwischen mindestens eine Sorte ökologisch produzierten Kaffee an. Auch wenn diese preislich etwas über den normalen Kaffeesorten liegen, sollte man den Test ruhig wagen. Vielleicht ist es der Beginn einer wunderbaren neuen genussvollen Erfahrung.
23
Sep 2010
Auf unserer Reise durch die biologisch erzeugten Genussmittel sind wir nach dem alkoholfreien Bier nun beim richtigen Bier angelangt. Das passt auch gut zur Zeit, denn schließlich ist gerade Oktoberfest und da zählt nur Bier, was auch ordentlich Prozente auf die Waage, oder besser gesagt in das Glas bringt.

Dank dem Reinheitsgebot gilt das deutsche Bier als eines der reinsten Lebensmittel überhaupt. Wasser, Hopfen und Gerste – mehr darf nicht rein ins Bier. Und daran halten sich die Brauereien natürlich auch tunlichst. Aber woher die Zutaten stammen, das ist dem Reinheitsgebot vollkommen egal. Bei Bio-Bier ist hingegen klar vorgeschrieben, woher die Zutaten kommen müssen, nämlich aus der ökologischen Landwirtschaft. Und da ist der Einsatz von Gentechnik und Pestiziden strengstens verboten. Neben der Herkunftsgarantie der Zutaten hat das ökologische Bier einen weiteren großen Vorteil: Es wird in der Regel noch traditionell und handwerklich gebraut.
Doch alle Fakten nützen natürlich nichts, wenn der Geschmack nicht überzeugt. Und um das herauszufinden, bleibt nichts anderes übrig, als den Selbstversuch zu wagen. Viele Biere aus ökologischer Erzeugung werden in der Bügelflasche angeboten, was natürlich optisch sehr überzeugend wirkt. Auch von der Aufmachung her muss sich das Bio-Bier nicht verstecken. Die Labelgestaltung ist durchweg ansprechend. Kommen wir also zum Geschmack. Dieser ist bei allen getesteten Bieren aus ökologischer Produktion überzeugend. Frisch, rund und würzig – eben so wie ein Bier schmecken muss. Preislich liegen die Bio-Biere nicht viel über den normalen Standardbieren, also stellt auch das keine Hürde dar. Unbedingt zu empfehlen sind „Rother Bräu Öko-Urtrunk“ und „Bio Gold“ von der Brauerei Glossner.
Abschließend bleibt noch zu betonen, dass auch ein biologisches Bier betrunken macht und bewusst genossen werden sollte.
6
Sep 2010
Das graue-Maus-Image des Ökomarktes ist längst Vergangenheit, und so gibt es in der Produktpalette der Bioläden und -supermärkte auch immer mehr ökologische Genussmittel, die den Markt erobern. Wir stellen Euch in loser Folge einige dieser Produkte vor und setzen unsere Reise mit einem anderen umstrittenen Produkt fort: dem alkoholfreien Bier.
Umstritten ist es nicht etwa wegen seiner Qualität, sondern wegen der Frage, ob alkoholfreies Bier denn überhaupt noch Bier ist, oder nicht doch schon Bitterlimonade. Die Skepsis liegt sicherlich an dem relativ miesen Image des alkoholfreien Bieres und den gewagten Brauexperimenten, die sich teilweise hinter diesem Getränk verbergen. Da kann der erste Schluck schon durchaus zu einer Schleuderfahrt für die Geschmacksnerven werden.
Seit einiger Zeit gibt es jedoch durchaus passable alkoholfreie Biere, die sich geschmacklich recht freundlich präsentieren. Besonders überzeugend und empfehlenswert sind die Bio-Biere, die nur mit ökologischen Zutaten gebraut werden und sich mit feinen Geschmacksnoten präsentieren. Ein echter Geheimtipp ist das „Lammsbräu alkoholfrei“, das sich nicht neben prozenthaltigen Bieren verstecken muss, sondern geschmacklich sogar eine Menge davon übertrifft. Das liegt mit am Herstellungsprozess, der ohne nachträglichen Alkoholentzug abläuft. Stattdessen wird das Bier von Anfang an alkoholfrei gebraut. Eiskalt schmeckt es natürlich am allerbesten.
Im Selbstversuch lässt sich feststellen, dass alkoholfreies Bier nicht unbedingt eine Bestrafung ist, weil man noch mit dem Auto fahren muss, sondern es durchaus auch Spaß machen kann, ein Bier (oder auch mehrere) zu trinken, ohne jede Reue zu verspüren. Denn alkoholfreies Bier macht nicht betrunken, erfrischt, ist eine kleine Vitaminbombe und auch noch gesund, weil es ganz nebenbei entgiftend wirkt.
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Aug 2010
Das graue-Maus-Image des Ökomarktes ist längst Vergangenheit und so gibt es in der Produktpalette der Bioläden und Supermärkte auch immer mehr ökologische Genussmittel, die den Markt erobern. Wir stellen Euch in loser Folge einige dieser Produkte vor und beginnen unsere Reise mit einem der umstrittensten Ökoprodukte: dem Tabak.

Dass Zigaretten und Drehtabake aus ökologischem Anbau immer mehr im Kommen sind, verwundert nicht, wenn man die Enthüllungen über die Zusatzstoffe in konventionellen Rauchwaren mitverfolgt hat. Die Erkenntnis, dass die Zigarette in Wirklichkeit ein wahrer Chemiebaukasten war, trübte die Freude am Genuss merklich. In diese Marktlücke stieß „American Spirit“, der als erster Tabak pur und ohne Zusatzstoffe angeboten wurde und es damit sogar in die Regale von Ökoläden schaffte. Die zweite Erfolgsmarke war „Manitou“. Beide Sorten gibt es inzwischen auch aus ökologischem Anbau. Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer biologisch erzeugter Tabaksorten, die auf den Markt drängen.
Natürlich sind auch Zigaretten aus ökologischer Produktion nicht gesund und schädigen die Gesundheit nachhaltig. Es gibt keine gesunden Rauchwaren, egal woher sie stammen. Diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. Wenn man es aber partout nicht schafft, dem Rauchen zu entsagen, dann bleibt einem zumindest die Alternative, Zigaretten ohne chemische Abbrennhilfen und Geschmacksverstärker zu rauchen und den Tabak unverfälscht zu genießen. Nebenbei leistet man dabei noch einen Beitrag für den Umweltschutz, denn der ökologische Tabakanbau schädigt die Umwelt wesentlich weniger als der konventionelle Anbau.
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Jun 2010
Wenn die Grillsaison einmal eröffnet ist, dann gibt es kein Halten mehr. In Gärten, Parks, auf Balkonen und an Seeufern rauchen die Grills und es steigen (mal mehr, mal weniger) aromatische Düfte auf. Begibt man sich auf Feldforschung, entdeckt man schnell, dass es für deutsche Griller nur ein Motto gibt: „Fleisch ist mein Gemüse“.
Fisch, Käse und Gemüse werden allenfalls als Begleiterscheinungen geduldet. In der Regel ist dafür auch gar kein Platz zwischen Bratwürsten, Steaks, Fleischspießen, Bouletten, Hühnerflügeln und Lammkoteletts. Dabei geht es vor allem um die Masse, denn wer grillt, will satt werden – ja regelrecht übersatt. Jägermeister, Underberg und Kümmerling sollen schließlich auch noch was zu tun bekommen.
Die Qualität des Fleisches interessiert beim Grillen die Wenigsten so richtig. Dabei sollte man als Verbraucher schon zweimal hinschauen, nach all den Lebensmittelskandalen der letzten Jahre.
Das sehr oft zu findende „QS“ Siegel beispielsweise soll geprüfte Herkunft, Aufzucht und Verarbeitung von Fleisch garantieren. Leider bietet dieses Prüfzertifikat immer wieder Schlupflöcher und schützt den Verbraucher und, was noch viel schlimmer ist, das Tier nicht vollständig. Hier ist immer noch dringender Handlungsbedarf erforderlich.
Eines der sichersten Prüfsiegel ist nach wie vor das „Bio“ Zertifikat, denn wer im Produktionskreislauf gegen Biorichtlinien verstößt, muss mit massiven Sanktionen rechnen. Zudem ist Biobauern die Massentierhaltung, die Fütterung mit genveränderten Futtermitteln und der Einsatz vielfältiger Hormone verboten. Biofleisch ist zwar in der Regel teurer, dafür schmeckt man aber den Unterschied. Wer also mit einem guten Gewissen sein Fleisch genießen möchte, sollte auf die Herkunft und vielleicht nicht unbedingt auf Masse achten. Außerdem können Auberginen, Mais und Co. schließlich auch satt machen und schmecken dazu auch noch köstlich.