17
Aug 2011
Genau in diesem Moment blicken Sie in die hässliche Fratze eines der größten Stromfresser unserer Zeit! Ja, wirklich! Sie sehen direkt in seinen gierigen Schlund! Und die schlechte Nachricht: Das Biest ist kaum zu besiegen. Aber Sie können versuchen es weniger schädlich zu machen und klein zu halten.
Der Computer als Übertäter
Ja es stimmt. Unsere Computer verschlingen eine riesige Menge an Energie. Doch was soll man tun? Ohne den eigenen Computer würden heute wohl nur die wenigsten von uns auskommen – sei es im Beruf oder zu Hause. Wir alle sind abhängig von der modernen Kommunikation über E-Mail und wären ohne den Internetzugang wohl aufgeschmissen. Doch gerade der PC bietet enormes Potential um mächtig Strom zu sparen!
Nicht einmal Ausschalten rettet uns
Selbst Ausschalten tötet den Energiefresser nicht. Denn auch wenn der PC nur so da steht und nicht einmal das kleinste Lämpchen mehr leuchtet, wird Strom verbraucht. Und dies gilt nicht nur für den Rechner, sondern auch für viele Bildschirme, Drucker und Router. Wer schon einmal das Netzteil seines Computers in die Hand genommen hat, obwohl das Gerät längere Zeit nicht angeschaltet war, hat durch die zu spürende Wärme des Geräts den endgültigen Beweis für den unbemerkten Verbrauch. Also hilft nur eins: Den Stecker ziehen! Klingt brutal, ist aber das einzige Mittel, das ohne Ausnahme gegen diese Monster hilft. Da das Untier jedoch meist mit unzähligen Steckern seinen Strom-Hunger stillt, empfiehlt sich der Einsatz einer Steckdosenleiste mit Kippschalter. Dieser Schalter unterbricht den Energiefluss. Wer dem PC also jegliche Stromzufuhr kappt, wenn er nicht benutzt wird, kann locker 20 bis 30 Euro im Jahr sparen. Übrigens gilt der Tipp auch für viele andere elektronische Geräte die im Standby-Modus weiterlaufen. Das Frauenhofer Institut hat berechnet, dass Geräte im Schlafmodus deutschlandweit 18 Milliarden Kilowattstunden im Jahr, also Energie im Wert von 3 Milliarden Euro verschwenden.
Kein PC ist auch keine Lösung
Wer keine Zeit und Lust hat, den PC ständig abzuschalten und das Warten, bis das Gerät wieder hochgefahren ist, nicht mehr ertragen kann, sollte dennoch den Standby-Modus nutzen. Denn natürlich ist dies immer noch besser als volle Power zu geben. Wer die Energieoptionen seines PCs richtig eingestellt hat, muss dafür nicht einmal einen Mouseklick machen. Diese Funktion schaltet den Computer nämlich nach einer festgelegten Zeit ohne Aktivität automatisch in den sparsameren Modus. Zu den Energiesparoptionen gelangt man bei Windows-Rechnern übrigens über einen Klick mit der rechten Mouse-Taste auf den Bildschirmhintergrund bzw. den Desktop. Anschließend kann man unter ‚Eigenschaften’ seine Einstellungen vornehmen.
Noch besser ist allerdings der Ruhezustand. Diese Option empfiehlt sich vor allem für längere Pausen, etwa in der Mittagszeit. Der aktuelle Inhalt des Arbeitsspeichers wird auf die Festplatte geschrieben und steht bei erneuter in Betriebnahme des Computers sofort wieder zur Verfügung. Wer längere Downloads durchführt und während dieser nicht weiter arbeitet, sollte wenigstens den Bildschirm ausschalten. So lässt sich in dieser Zeit immerhin ein wenig Strom einsparen.
Hardware gegen das Untier
Wer vor der Anschaffung eines neuen Rechner oder von Zubehör die Augen offen hält, kann es vermeiden sich einen dieser ganz üblen Energieverschwender ins Haus zu holen. So verbrauch zum Beispiel ein Laptop viel weniger Strom als ein ‚normaler’ Computer. Außerdem sollte man als Sparfuchs einen LCD- bzw. TFT-Monitor bevorzugen. Aber auch effiziente Ausstattung des neuen Rechners kann helfen, dass Strommonster in die Schranken zu weisen. Moderne CPUs (Central Processing Unit) besitzen mittlerweile eine Stromsparfunktion, die in der Lage ist, den Takt der Prozessoren dem aktuellen Bedarf anzupassen. Je nach Programmanforderungen wird die Leistung des Prozessors gesenkt oder wieder gesteigert. Das Schöne dabei: Der Benutzer bemerkt nichts von dieser Methode. Da die Funktion jedoch auch deaktiviert werden kann, sollte man dringend Prüfen, ob der eigene PC schon ein intelligenter Stromsparer ist.
Wenn man die genannten Tipps einmal betrachtet, wird deutlich, dass nur winzige Dinge zu beachten sind, um seine eigene PC-Nutzung energieeffizienter zu machen. Es lässt sich also ganz einfach eine Menge Strom und Geld sparen – und schon wird die Welt wieder ein wenig grüner
Ich habe bei mir mal den Stromverbrauch der Monitore (ich habe zwei) getestet. Interessanterweise braucht der PC mit einem Monitor ca. 35 Watt mehr als ohne, mit zwei Monitoren dann auf einmal noch einmal zusätzliche 100 Watt.
Ich nehme mal an, dass bei zwei Monitoren gleichzeitig die Grafikkarte auf Turbo schalten muss und dann richtig frisst. Wird nicht bei jedem bzw. jeder Grafikkarte so sein, aber das ist ein Punkt, den man mal bei sich kontrollieren sollte.