Für eine Welt ohne Atomstrom

15
Okt 2011

Goldener Herbst – FahrRad statt Auto!

Grünes Leben, Klimaschutz, Verantwortung

Der Deutschen liebstes Kind ist das Auto. Es symbolisiert Freiheit und Unabhängigkeit. Wir können fahren wann wir wollen und wohin wir wollen – so zumindest die Theorie. In der Praxis sieht das häufig ganz anders aus. Stau, Staub und Lärm beherrschen oft genug den Alltag auf Deutschlands Straßen. Von der großen Freiheit und Unabhängigkeit bleibt dann nicht mehr viel übrig. Das gilt besonders für den Berufsverkehr. Jeden Morgen und jeden Abend rollen regelrechte Blechlawinen über Deutschlands Autobahnen und durch die Städte, von Entspannung keine Spur.

Der Öffentliche Personennahverkehr – für die meisten keine ernstzunehmende Alternative. Durch starre Fahrpläne und abgesteckte Routen fühlen sich viele in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt. Mit Bus und Bahn können wir eben nicht zu jeder Zeit an jeden Ort gelangen, wir müssen uns nach den uns auferlegten Spielregeln richten. Und die schreiben uns eben ganz genau vor, zu welcher Uhrzeit wir von A nach B fahren können und wie oft wir dafür umsteigen müssen. Verspätungen und Ausfälle gibt es inklusive.

Die Lösung ist denkbar einfach: Zwei statt vier Räder, Fahrrad statt Auto. Zumindest für die Zeit von Frühjahr bis Herbst ist das Velo eine ausgezeichnete Alternative. Nicht nur für den täglichen Weg zur Arbeit sondern auch um kleinere Besorgungen zu machen. Es muss ja nicht gleich der Wocheneinkauf für die ganze Familie sein. Wer keine Marathonstrecken zu bewältigen hat, der sollte sich die Vorzüge des Radfahrens mal durch den Kopf gehen lassen. Das Rad bietet in der Stadt dieselbe Freiheit und Unabhängigkeit wie das Auto, jedoch mit einigen entscheidenden Vorteilen: Wenn der Verkehr mal wieder ins Stocken gerät und die Fahrer in ihren PKWs nervös bis genervt auf die Uhr blicken, rollt der Radfahrer ganz entspannt an der Schlange vorbei. Auch bei der Parkplatzsuche ist man mit dem Rad eindeutig im Vorteil. Ein Fahrradständer, ein Geländer oder eine Laterne, mehr braucht man nicht um seinen Drahtesel mit einem Schloss zu sichern. Immer häufiger finden sich in den Innenstädten auch bewachte Radstationen, die gegen eine geringe Gebühr ein wachsames Auge auf das Zweirad haben.

Ein eigenes Rad steht nicht zur Verfügung oder das Sportgerät im heimischen Keller hat den Wert eines Kleinwagens und taugt daher nicht für den Alltag? Kein Problem, immer mehr Städte bieten heute öffentliche Fahrradmietstationen. Jeder, der über eine Kreditkarte verfügt, kann dort für kleines Geld ein Rad ausleihen – unabhängig von Fahrplänen und Zielorten.

Neben der Flexibilität und den geringen Kosten bietet das Rad weitere Vorteile gegenüber dem PKW. Wer an nur drei Tagen in der Woche mit dem Rad zur Arbeit fährt, der leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sondern fördert zugleich die eigene Gesundheit. Genug gute Gründe also, zumindest hin und wieder mal das Auto in der Garage zu lassen und sich stattdessen aufs Rad zu schwingen – auch im Herbst!

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