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Jul 2011
Stechende Sonne, wolkenloser blauer Himmel, streikende Klimaanlagen in ICEs und ein Hitzeflimmern, dass eher an Karawanenwege als asphaltierte Straßen erinnert. Der Sommer ist und bleibt nun mal die heißeste der vier Jahreszeiten - egal ob man das nun gut findet oder nicht. Unumstritten hingegen ist, dass Hitze einen nicht unerheblichen Einfluss auf den menschlichen Körper und das persönliche Wohlbefinden hat: Manche mögen es heiß, während andere versuchen in der Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren.
Doch nicht nur der menschliche Organismus, sondern auch die in unseren Wohnungen befindlichen Elektrogeräte werden von Hitze beeinflusst bzw. tragen zur Erwärmung der Wohnräume bei.
Ein sauberer Kühlschrank ist die halbe Miete
Einer der größten Stromfresser im Sommer ist der Erfrischungskomplize Kühlschrank. Indem man Kühl-Gefrierkombinationen abtauen lässt, können Hygiene und Stromsparen miteinander verbunden werden. Gerät vom Netz nehmen, den Inhalt bei Nachbarn oder in der Kühlbox bunkern und während es taut auswischen. Kühlschränke beherbergen jede Menge Bakterien, die den Zerfallsprozess von Obst & Gemüse erheblich beschleunigen – beim Saubermachen kann man sich gleich eine neue Anordnung überlegen, denn damit lassen sich auch hohe Einsparpotentiale erzielen. Das Eis aus dem Gefrierfach eignet sich zwar nicht um Cocktails zu kühlen, für ein erfrischendes Fußbad reicht´s aber allemal.
Sind die Gletscher im Gefrierfach geschmolzen und blitzt das Kühlfach nicht nur sauber sondern rein, dann ist es ratsam, die Temperatur des Geräts etwas hochzuregeln. Richtig gelesen, den Kühlschrank im Sommer WÄRMER stellen. Warum? Ganz einfach: Die Wärmepumpe kühlt den Inhalt auf die eingestellte Temperatur herab, je wärmer die Umgebung, desto mehr Energie wird verbraucht, desto wärmer wird der Kühlschrank. Stellt man das Thermostat auf 7° ein, wird der Hitzeaustoß des Kühlschranks und der Stromverbrauch reduziert. Im Geldbeutel macht sich das laut Verbraucherportal Verivox mit jährlich ungefähr 20 € Ersparnis bemerkbar. Im Umgang mit Kühlgeräten heißt die Devise: Mehr ist weniger. Mehr Temperatur = weniger Kosten & Umweltbelastung.
Warme Luft nicht einladen, sondern ausschließen
Schwül-warme Temperaturen und strahlendem Sonnenschein draußen, da sollte es zumindest in den eigenen vier Wänden einigermaßen kühl sein. Doch häufig erwartet einen nach dem Öffnen der Haustür erwärmte Luft und ein Unterschied zu „draußen“ ist kaum wahrnehmbar. Dabei hatte man doch extra das Fenster aufgelassen… das Gegenteil von „gut“ ist eben meistens „gut gemeint“. Zwar lassen geöffnete Fenster frische Luft hinein, diese ist aber warm und bringt nicht den erhofften frischen Wind. Der kommt nur auf, wenn ein Luftaustausch zu Zeiten relativer Kühle (nach Sonnenuntergang oder morgens) stattfindet und ein Durchzug erzeugt wird. So weit, so gut…
Nachdem frische Luft Einzug gehalten hat, muss versucht werden, dass sich diese nicht übermäßig erwärmt, so dass sich bei Rückkehr aus der Hitze in die Wohnung noch Erfrischung einstellt. Am besten erreicht man das durch eine Verdunkelung der Fenster, über die Wärmeenergie mit dem Sonnenlicht eindringt. Wie das bewerkstelligt wird, ist jedem selbst überlassen. Als besonders effektiv haben sich Standardlösungen wie Jalousien, heruntergelassene Rolläden oder zugezogene Vorhänge erwiesen. Verfügt man nicht über derlei Annehmlichkeiten, tut es auch ein vor die Fenster gehängtes Bettlaken. Bei Textilien kann man mit einfachen Mitteln noch eine aktive Kühlung herbeiführen: Taucht man die Bettlaken oder das Strandhandtuch vorher in Wasser oder befeuchtet die Vorhänge, entsteht ein wenig Verdunstungskühle.
Mit diesen recht einfachen Mitteln können Sie nicht nur Energie sparen, sondern auch etwas Frische in die heißen Tage bringen. Und wenn Sie weitere hilfreiche Tipps kennen, zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen.