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Nov 2011
Wer als Hausbesitzer zur Erzeugung grüner Solar-Energie beitragen wollte, hatte bislang kaum eine Wahl. Er musste wohl oder übel eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach installieren lassen. Doch wer ehrlich ist, der kann diese meist monströsen Module kaum als besonders schmückend für die Außenwirkung des eigenen Heims empfinden. Zu sperrig und zu aufdringlich wirken die Energielieferanten. Doch bereits im nächsten Jahr wartet die Industrie mit einer Lösung auf. Die Solaranlage wird in die Dachziegel integriert und ist so nur noch bei sehr genauem hinsehen zu erkennen.
Das grüne Gewissen von Bauherren
Wer ein neues Haus baut oder ein älteres Gebäude renoviert, der achtet meist genauestens auf jede Kleinigkeit und sucht mit viel Sorgfalt die Materialien aus. Schließlich soll das Endergebnis etwas hermachen und auch von außen einen guten Eindruck erwecken. Doch auch das grüne Gewissen erlangt immer mehr Einfluss auf die Baupläne. Eine Photovoltaik-Anlage muss her. Diese ist aber nicht gerade unsichtbar und muss meist unübersehbar auf dem Dach platziert werden. Da ist es schnell vorbei mit der formschönen Dachfläche.
Ein Gewinn für die Optik
Für die Leid geplagten Bauherren gibt es ab dem nächsten Jahr eine Lösung. Endlich keine verunstaltenden Solarmodule mehr, sondern fast ganz normale Dachziegel. Nur fast normal deswegen, weil die neue Dachziegel-Generation es in sich hat. Denn die Photovoltaik-Technik ist komplett in die Ziegel integriert und bleibt damit fast unsichtbar. Damit sind klobige Solar-Module passé. Die als Biberschwanz bezeichnete Form der Ziegel lässt sich wie gewohnt auf dem Dach verlegen. Und sogar bei der Farbwahl gibt es keine Einschränkungen. Die Abdeckung der im Ziegel eingebrachten Solarzellen werden einfach an die gewünschte Farbe angeglichen. Somit ergibt sich ein einheitliches Bild in der genau der von den Bauherren gewünschten Dachfarbe.
Sieht nicht nur gut aus
Aber nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten bieten die neuen Solarziegel Vorteile. Mussten nach einem Hagelschaden oft ganze Photovoltaik-Panelen ausgetauscht werden, so reicht es bei den neuen Ziegeln aus, nur einzelne zerstörte Stücke auszuwechseln. Unter dem Strich eine deutlich kostengünstigere Alternative. Zudem brauchten die alten Anlagen eine ausgereifte und stabile Dachkonstruktion. Die neuen Ziegel sind deutlich leichter und benötigen daher nicht diesen zusätzlichen Aufwand. Ein weiterer netter Nebeneffekt für den Schornsteinfeger: Er muss auf den Dächern keinen Parkour mehr zwischen den Anlagen laufen, sondern kann den direkten Weg über die Ziegel einschlagen.