Für eine Welt ohne Atomstrom

30
Aug 2011

Der nächste Abschied steht bevor – Die 60-Watt-Glühbirne hat ausgedient

Klimaschutz aktuell, Zukunft

Bereits seit September 2009 wird die gute alte Glühlampe schrittweise aus unseren Leuchtern verbannt. Ab dem 1. September 2011 werden wir nun auch auf die 60-Watt-Glühbirne verzichten müssen. Damit wird unsere Illumination immer klimafreundlicher. Zeit Vorurteile gegenüber der Energiesparvariante auszuräumen.

Immer noch Skepsis

Die gute alte Glühbirne hat also ausgedient. Eigentlich sollte das eine gute Nachricht für alle sein, denen Umwelt- und Klimaschutz am Herzen liegt. Doch nicht jeder kann sich mit der Beleuchtungs-Alternative anfreunden. Zu viele negative Schlagzeilen führen zu Vorurteilen gegenüber der neuen Energiesparlampen. Sie wäre nicht hell genug, hätten ein kaltes Licht und wäre wegen dem enthaltenen Quecksilber zudem eine Gefahr für die Gesundheit.

Nachtrauern hilft nicht

Ob man nun will oder nicht: Man wird sich mit den neuen Lampen anfreunden müssen. Daher ist es Zeit, die Vorurteile einmal genauer zu betrachten. Die folgenden Tipps sollen dabei die Entscheidung für „Pro-Energiesparlampe“ einfacher machen. Da wäre zunächst das Thema Helligkeit. Hier ist nach wie vor die Wattzahl entscheidend. Da die energiesparende Variante deutlich weniger Strom für gleiche Helligkeit benötigt, ist die Wattzahl bei Energiesparlampen deutlich geringer. Ab dem 1. September kann die 60-Watt-Glühbrine getrost durch eine 11 bis 16 Watt-Energiesparlampe ersetzt werden, ohne dass man Angst vor schummrigem Licht haben muss.

Der nächste Punkt ist das kalte Licht. Hier sollte man auf der Verpackung nach dem Kelvin-Wert suchen. Ein gemütliches „warmweiß“ gibt es bei 3.300 Kelvin und darunter. Wer ein „neutralweiß“ bevorzugt, ist mit 5.300 Kelvin und weniger am besten bedient. Ein „tageslichtweiß“ erzeugen Lampen mit 5.300 Kelvin und mehr.

Wer seine Gesundheit durch zersplitternde Energiesparlampen gefährdet sieht, der sei ebenfalls beruhigt. Die Lampen dürfen in Zukunft höchsten eine Menge von 2,5 mg des schädlichen Quecksilbers enthalten. Selbst wenn diese Menge komplett in den Körper eines Menschen gelangen würde, wäre die Belastung geringer als beim Verzehr weniger Kilogramm Fisch. Sogar Fleisch darf ein Milligramm pro Kilo enthalten. Man sieht also, dass die Energiesparlampe deutlich weniger bedrohlich ist als viele andere Dinge, die uns in unserem täglichen Leben begegnen. Sollte dennoch mal eine Lampe zu Bruch gehen, hilft kräftiges lüften und die Entsorgung der Scherben in einem verschließbaren (Marmeladen-) Glas.

Spareffekte soweit das Auge reicht

Neben dem positiven Effekt für die Umwelt, sollte man auch das liebe Geld nicht vergessen. Denn die eingesparte Energie findet sich natürlich als bare Münze im eigenen Geldbeutel wieder. Wer seinen Haushalt komplett umrüstet, spart laut Öko-Institut ganze 100 € ein. Das dürfte auch die erhöhten Anschaffungskosten einer Energiesparbirne kompensieren. Schließlich ist die Lebensdauer der Lampen neuester Generationen deutlich höher als die der alten Glühbirne.

Wir sehen also keinen Grund, der Glühbirne nachzutrauern. Wie ist es bei euch? Habt ihr noch Glühbirnen in Betrieb oder seit ihr schon länger auf die umweltfreundliche Variante umgestiegen?

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