Für eine Welt ohne Atomstrom

25
Mrz 2011

Biowolle – Gesundes Material auf der Haut

Bio, Öko-Tipp, Produkt-Tipp

In Zeiten, in denen die unterschiedlichsten chemisch geschaffenen Textilien den Markt erklimmen, scheint der Bedarf an einem wirklichen Naturprodukt aus dem Begehren der Menschen nach etwas, das nicht dem Labor entstammt oder durch dieses beeinflusst wurde, emporzuspringen. Doch, und dem sollte man sich bewusst sein, nur weil auf einem Produkt steht, dass es zu 100% aus Wolle besteht, heißt das nicht einmal im entferntesten Sinne, es sei ein hochqualitatives Naturprodukt. Entscheidend für die natürliche Qualität ist vielmehr die Herkunft und spätere Behandlung der Wolle.

So beginnt die Produktion der Biowolle schon bei der Haltung der Produktlieferanten, der Schafe. Organisch gedüngte Naturweiden und keinerlei Verwendung von Antibiotika sind das A und O für natürliche Wolle. Zudem sollte eine gewisse schadstofffreie Nachbehandlung der Wolle gegeben sein, denn häufig sind es Chemikalien, die sich als Rückstände auf der Kleidung feststellen lassen und  Hautreizungen auslösen können. Demnach darf die Rohwolle nur mit milden und vor allem biologisch abbaubaren Substanzen gewaschen werden, damit sie das Prädikat Biowolle erhält. So bleibt Lanolin, das natürliche Wollfett, bestehen. Abschließend wird bei der Färbung darauf geachtet, dass nur Pflanzenfarben verwendet werden. Insektizide, wie sie bei der herkömmlichen Wolle zur Verhinderung von Mottenbefall gespritzt werden, dürfen bei Biowolle selbstverständlich nicht genutzt werden.

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